PRO GEWINNT

INTERIOR INNOVATION AWARD 2012 BEST OF BEST  

 

Fragen an Elmar H. und Frederik Flötotto

(von Stephan Ott)

 

Sie haben auf der imm cologne PRO, den neuen Stuhl von Konstantin Grcic, erstmals vorgestellt. Waren Sie mit der Resonanz zufrieden?

PRO ist  beim Launch während der imm cologne im Januar  auf außergewöhnliche Resonanz gestoßen und hat unsere Erwartungen absolut übertroffen. Eine Vielzahl in- und ausländischer Besucher zeigten großes Interesse. Auch auf internationaler Ebene ist PRO sehr erfolgreich und wir haben bereits zahlreiche erfolgsversprechender Kontakte mit Architekten geknüpft und konkrete Anfragen erhalten. 

 

Die Kommunikation für den Stuhl ist sehr aufwendig. So gibt es beispielsweise Bilder des renommierten Fotografen Oliviero Toscani (der durch seine polarisierenden Arbeiten für Benetton berühmt ist). Muss man als Unternehmen diesen Aufwand betreiben, um heutzutage Aufmerksamkeit für ein neues Produkt zu erzeugen?

Während der gesamten Entwicklungsphase war das Projekt von einer hohen positiven Energie getrieben, so dass daraufhin Florian Lambl (Lambl/Homburger, Berlin) die Idee entwickelte, mit Oliviero Toscani eine neue Bildsprache für ein Möbel im Bildungsbereich zu entwickeln. Mit dem Schritt Oliviero Toscani zu verpflichten, haben wir gezielt verfolgt, internationale Presse zu bekommen, da Flötotto bisher eine nationale Marke mit hohem Bekanntheitsgrad ist und zukünftig international agieren will.

 

Konstantin Grcic genießt nicht nur hohe Anerkennung, sondern ist einer der wenigen deutschen Designer, die auch über die Designszene hinaus bekannt sind. Welche Rolle spielt aus Ihrer Erfahrung die Bekanntheit des Designers für den Erfolg eines Produkts, gerade, wenn es wie der Stuhl PRO nicht im hochpreisigen Luxussegment angesiedelt ist?

Konstantin Grcic fand es spannend, eine neue Typologie eines Schulstuhls zu entwerfen. Dabei gefiel ihm auch der Gedanke, den Schulstuhl aus dem Dornröschenschlaf zu wecken, da in den letzten 30 Jahren nicht viel in diesem Segment passiert ist. Abgesehen von „PantoSwing“, der Mitte der 90er Jahre von Werner Panton entstand, gab es im Bereich Schulmöbel keine bemerkenswerte Entwicklung. Die Bekanntheit des Designers ist kein Garant dafür, dass ein Produkt erfolgreich wird. Es ist vielmehr die Leidenschaft für das Thema und die Recherche, in die der Designer sich vertieft. Gutes Design ist, die Aufgabe zur Zufriedenheit des Nutzers zu lösen. Konstantin Grcic hat PRO mit sehr großer Leidenschaft entwickelt.

 

Beim Interior Innovation Award wurde PRO als Best of Best ausgezeichnet. Welche Rolle spielt für Sie der Gewinn eines solchen Designpreises im Kommunikationsmix?

Wir sind stolz, den Interior Innovation Award gewonnen zu haben. Er zeichnet nicht nur den hohen Designanspruch von PRO aus, sondern auch die Entwicklung dieses innovativen, dynamischen Stuhles, der unterschiedliche Sitzhaltungen und eine hohe Bewegungsfreiheit für die richtige Ergonomie ermöglicht. Alles zusammen findet im Interior Innovation Award Berücksichtigung und wird natürlich von uns im Kommunikationsmix eingesetzt.

 

 

 

 

Top